Wandern… auf dem Eifelsteig Etappe 6 (Kloster Steinfeld nach Blankenheim)

Es ist Weihnachten 2014. Nach einem schönen Weihnachtsfest im Kreis der Familie sind wir am 1. Weihnachtsfeiertag morgens um 7.00 Uhr auf dem Weg Richtung Eifel um uns unser gegenseitiges Weihnachtsgeschenk erfüllen zu können: Ein bisschen Zeit zu Zweit und die Entscheidung fiel auf eine Forsetzung des Eifelsteigs. Der Plan für den ersten Feiertag: Eifelsteig Etappe 6 von Kloster Steinfeld nach Blankenheim.eifelsteig etappe 6 1Nachdem wir im Herbst mit der 5. Etappe zum Kloster Steinfeld geendet hatten (Hier findest du den Bericht), soll es nun ab dort weitergehen.

Eifelsteig Etappe 6 in Stichworten:

Länge: knapp 24 km

Profil: leicht („mittel“ laut eifelsteig.de – vielleicht wegen der Länge der Etappe?)

Saison: ganzjährig, am besten bei nicht allzu nasser Wetterlage

Die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel mit Hund war ja schon im Herbst eine Katastrophe (Transfer zum Kloster Steinfeld unmöglich mit Hund!). Um uns vor Sonderausgaben für Taxifahrten zu bewahren und da unser Zielort am 2. Tag in Mirbach über Weihnachten gar nicht an den ÖPNV angeschlossen ist, entscheiden wir uns diesmal dafür, mit zwei Autos in die Eifel zu fahren. Eins stellen wir in Blankenheim am vorgebuchten Hotel ab. Mit dem anderen Auto fahren wir zum Kloster Steinfeld.

Dort angekommen wundern wir uns zunächst, wie voll es ist. Rund um das Kloster sind viele Menschen unterwegs, die schick gekleidet in ihre Autos steigen und wegfahren. Wir tippen auf eine frühe Weihnachtsmesse im Kloster, denn noch während wir die Wanderschuhe schnüren hat das Schauspiel ein Ende. Alle Autos sind weg und Kloster Steinfeld liegt verlassen.eifelsteig etappe 6 2eifelsteig etappe 6 3Wir folgen der Beschilderung des Eifelsteigs. Nachdem wir Steinfeld verlassen, geht es durch den Wald. Die Wege sind eher breit, natürlich etwas matschig und feucht aufgrund der Witterung der vergangenen Tage, aber gut begehbar. Nach einem kurzen Anstieg haben wir auf der nächsten Kuppe noch einmal einen tollen Blick auf das Kloster Steinfeld.eifelsteig etappe 6 5eifelsteig etappe 6 6eifelsteig etappe 6 8Nun geht es weiter auf breiten Waldwegen, vornehmlich durch Buchenwälder. Natürlich sind die Wege feucht und etwas matschig, doch auf den nun folgenden etwa 2 Kilometern kommt erschwerend hinzu, dass hier Forstarbeiten stattgefunden haben. Die Wege sind derart zerfahren, dass sie eigentlich unpassierbar sind. Na klar, viele Menschen haben ganz unterschiedliche Interessen den Wald zu nutzen. Sei es zur Erholung oder aus wirtschaftlichen Gründen. Wenn es auf irgendeinem Forstweg in irgendeinem Wald so aussieht, ist das ja auch ok. Da der Eifelsteig sich aber als Premiumwanderweg hat auszeichnen lassen und mit Begeharkeit das ganze Jahr hindurch wirbt, müssen sich die Betreiber an solchen Stellen etwas einfallen lassen. Z.B. eine Umleitung, wie es sie andernorts am Eifelsteig schon gibt (Siehe unser Bericht der 2. Etappe hier.) Zumal die Betreiber des Eifelsteigs bereits vor einem Monat via facebook auf den schlechten Zustand der Wege an dieser Stelle aufmerksam gemacht wurden. Auf diesen Wegen ist ein Vorankommen eher schwerlich. Viel Ausweichen und ständiges Einsinken. Außerdem sehen wir nun wirklich dreckig aus. eifelsteig etappe 6 9eifelsteig etappe 6 10eifelsteig etappe 6 11Irgendwann kommen wir dann wieder aufs freie Feld, wo scheinbar Horden von Maulwürfen über Nacht viel Arbeit hatten. eifelsteig etappe 6 12eifelsteig etappe 6 13Weiter geht es der durchgängigen Beschilderung nach auf breiten und wandertechnisch gesehen anspruchslosen Wegen. Wir treffen auf die Urft und die parallel laufende Bahnstrecke, die uns nun für lange Zeit begleiten will. Der Eifelsteig läuft hier parallel zu anderen Wanderwegen. Besonders interessant ist hier ein teilweise freigelegtes Aquädukt aus der Römerzeit mit vielen Erklärungstafeln für die, die es interessiert.eifelsteig etappe 6 14eifelsteig etappe 6 15eifelsteig etappe 6 16eifelsteig etappe 6 17eifelsteig etappe 6 18Wir kommen nach etwa einem Drittel der Strecke nach Nettersheim. Wir hoffen auf eine Einkehr, um uns ein bisschen aufwärmen zu können. Nettersheim hat im Ortszentrum, durch das der Eifelsteig führt, auch eine Vielzahl an Lokalitäten aller Art, aber heute, sind ALLE! geschlossen. Also weiter stapfen und das mitgebrachte Brot im Laufen essen, denn zum Sitzen auf einer Bank ist es zu kalt und zu nass. eifelsteig etappe 6 19eifelsteig etappe 6 20eifelsteig etappe 6 21Der Eifelsteig Etappe 6 führt parallel zur Bahnstrecke weiter. Eher unspektakulär, eher etwas langweilig. Wir sind aber dennoch ganz froh, dass der Weg so ist wie er ist, da wir aufgrund der fehlenden Pause erste Ermüdungserscheinungen zeigen und noch einige Kilometer machen müssen. Im Sommer und Frühjahr ist dieser Weg bestimmt reizvoller. Bemerkenswert sind in dem Teilstück nach Nettersheim auch der Erlebniswanderpfad, der Wanderweg rund um alte Römerrelikte und ein Abenteuerspielplatz. All das interessiert uns an diesem Tag aber nicht.eifelsteig etappe 6 22eifelsteig etappe 6 23eifelsteig etappe 6 24eifelsteig etappe 6 25eifelsteig etappe 6 26Nach vielen immer gleichen Kilometern verlassen wir die Bahnstrecke und kommen durch den Wald. Viel Fichtenwald, wenige ursprüngliche, statt dessen breite Wege, dazu die Kälte und Müdigkeit…. nicht unbedingt unser Wanderglück.eifelsteig etappe 6 27eifelsteig etappe 6 28Irgendwann erreichen wir die Burg Blankenheim und sind nun unserem Ziel ganz nah. Während uns normalerweise die einfachste Unterkunft reicht, haben wir dieses Mal im Hotel Schlossblick eingecheckt (ist ja schließlich unser Weihnachtsgeschenk…), wo wir herzlich empfangen werden. Doch bevor wir die Annehmlichkeiten des Hotels genießen können, müssen wir zuerst die Autos umsetzen. Das hält uns (mit Tanken) fast 2 Stunden auf, da wir auf den glatt werdenden Straßen auch sehr behutsam fahren müssen. Irgendwie stellt uns die Lösung mit den zwei Autos aufgrund des zeitlichen Faktors aber auch nicht so recht zufrieden.eifelsteig etappe 6 29eifelsteig etappe 6 30eifelsteig etappe 6 32Den Abend genießen wir dann in unserem schönen Hotelzimmer mit toller Sicht auf die Burg.

Zusammenfassung Eifelsteig Etappe 6:

Rast- und Einkehrmöglichkeiten: Einkehr am Startort am Kloster Steinfeld möglich, dann an normalen Tagen in Nettersheim nach etwa einem Drittel der Strecke, danach keine weitere Einkehrmöglichkeit bis Blankenheim, viele Bänke und Sitzgruppen an teilweise wunderschönen Stellen!

Landschaft: Wiesen und Wald, lange Zeit entlang der Urft, nicht so super abwechslungsreich, im Sommer vielleicht schöner

Terrain: überwiegend breite Wege

Beschilderung und Zustände der Wege: Beschilderung wie immer lückenlos, Zustand der Wege zum jetzigen Zeitpunkt zwischen gut und katastrophal

Nähere Informationen zum Eifelsteig Etappe 6 mit den passenden GPX-Daten erhältst du hier.

Fazit Eifelsteig Etappe 6:

Zwischendurch haben wir uns ernsthaft gefragt, ob unser Weihnachtsgeschenk so gelungen war… 24 Kilometer ohne Pause gelaufen auf nicht besonders abwechslungsreichen Wegen. Dazu die große Schlammschlacht am Anfang der Etappe… Im Sommer mit schöner Rast auf den vielen Bänken bestimmt das größere Vergnügen.

Dass der Wandergenuss aber nichts mit der Jahreszeit zu tun hat, wird uns am nächsten Tag aber wieder schnell klar, denn Etappe 7 des Eifelsteigs ist ungleich schöner und abwechslungsreicher und auch im Winter ein Genuss. Der Bericht dazu kommt in den nächsten Tagen.

Warst du schon auf dem Eifelsteig Etappe 6 unterwegs?

Oder auf dem Eifelsteig generell?

Wanderst du auch im Winter oder lässt du es bei nasskaltem Wetter lieber bleiben?

Wir freuen uns über deinen Kommentar!eifelsteig etappe 6 7

6 Gedanken zu „Wandern… auf dem Eifelsteig Etappe 6 (Kloster Steinfeld nach Blankenheim)“

  1. Hallo,
    Eure beiden Beiträge über den Eifelsteig im Wanderblog habe ich mit viel Interesse gelesen, da Wandern unser großes Hobby ist! Mein Mann hat den Blog „Eifelsüchtig“, zusammen betreiben wir die Facebook-Seite des Eifelvereins. (Soviel in Sachen Eigenwerbung ;-))Schön, neue Gesichter bei den Wanderteufeln zu sehen.
    Eins wollte ich noch anmerken: wir wandern immer, auch im Winter, aber ab März ist der Lustgewinn um ein Beträchtliches höher!!!! Wir selber haben uns ab Ende März den Eifelsteig von Gerolstein nach Trier vorgenommen. Vielleicht trifft man sich.
    Macht weiter so!
    Liebe Grüße
    Ursula
    Weiterhin viel Spass

    1. Liebe Ursula,
      euren Blog kenne ich bereits und finde ihn sehr interessant.
      Wir wandern sehr gerne im Winter. Aber du hast natürlich recht. Wenn die Sonnenstrahlen auf der Haut kitzeln und sich das Auge am satten Grün erfreut, ist es nocch einmal eine Nummer schöner!
      Viele Grüße
      Alex

  2. Hallo,
    ich wandere auch bei jedem Wetter. Schließlich hat man ja solch eine Tour auch geplant , sich Urlaub genommen und eine Unterkunft gebucht. Diese Stecke habe ich bei ähnlichem Wetter gemacht. Es war mal wieder Ostern. Also die Eifel ist da oft noch sehr rau von den Temperaturen. Es gab auch schon Schnee und Glätte. Das war ein fürchterlich anstrengendes Laufen. Aber jede Jahreszeit hat ja ihren Reiz.
    Ab Nettersheim fand ich die Strecke auch ziemlich öde und ich erinnere mich noch an meine langsam feucht werdende Hose.

    Liebe Grüße aus dem Südsauerland

    Ulrike Tenzer

  3. Hallo,
    Ich bin auch bei jedem Wetter unterwegs und mit matschigen Wegen muß man in dieser Jahreszeit natürlich rechnen. In dieser Region war ich auch schon mehrmals unterwegs, besonders auf dem Eifel Bahnsteig von NaturAktivErleben. LG Michael

    1. Lieber Michael,
      du hast recht, Mit matschigen Wegen muss man rechnen. Wir ehen auch regelmäßig aus wie kleine Schweine, wenn wir zurück kommen. Dann werden die Schuhe in die garage getragen und die Hose im Keller ausgezogen…
      Womit wir allerdings nicht rechnen sind kaputte Wege. da ist nochmal ein Unterschied, wie wir finden.

      Über die Bahnsteige-Touren haben wir auch schon Gutes gehört. Vielleicht im Sommer mal.

      Viele Grüße, Alex

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