Unterwegs… zum Hahnenköpfle unterhalb des Hohen Ifen

Auf die Wanderung zum Hahnenköpfle unterhalb des Hohen Ifen im Kleinwalsertal hatten wir uns im Vorfeld schon lange gefreut. Vor zwei Jahren sind wir an unserem geplanten „Ruhetag“ schon einmal ein Stückchen der Strecke gelaufen. Damals wollten wir an der Ifenhütte eigentlich nur einen Kaffee trinken und einen minikleinen Panoramaweg laufen, um uns von einer Wanderung am Vortag zu regenerieren und für die am nächsten Tag geplante Wanderung nicht müde zu werden. Aber weil das Panorama unterhalb des Hohen Ifen so einmalig schön ist..

Hoher Ifen 8„Oh… noch in Stück… noch ein Stück … bis zur Ecke … bis zum Schild… ob es jetzt wohl noch weit ist… komm, noch bis zur Ecke…“

Weil wir aber vernünftig sein mussten, kehrten wir irgendwann um und schrieben die Tour auf unsere Liste für den nächsten Urlaub.

Am ersten wirklichen Sonnentag in diesem verregneten Allgäuurlaub hören wir dann den Ruf des Hahnenköpfle 😉 . Geplant ist, von der Ifenhütte (1.565m) zum Hahnenköpfle (2.085m) und wieder zurück zu wandern. Weder der Aufstieg zum Hohen Ifen noch der Abstieg über das Gottesackerplateau – wohl zwei der prominentesten Routen im Kleinwalsertal – sind in diesem Urlaub ein Thema für uns, da wir einerseits nicht so super erfahren im alpinen Wandern sind und andererseits unseren kleinen Hund Pepe dabei haben.

Hahnenköpfle-Tour (Ifen Aussicht) in Stichworten:

Länge: ca. 6 km (selbst getrackt)

Profil: mittelschwer, felsig bis steinig aber nicht besonders steil

Saison: Sommer bei trockener Witterung

Hoher Ifen 5Wir fahren mit dem Sessellift der Ifenbahn zur Ifenhütte. Der asphaltierte Fahrweg, der von der Talstation zur Ifenhütte in Serpentinen führt, reizt uns zu wenig, um eine Alternative zu sein. Da wir damit rechnen, dass es an den bekannten Wegen (Weg zum Ifen und Gottesackerplateau) am ersten sonnigen und klaren Tag nach einigen Regentagen voll wird, sind wir früh unterwegs. Wir sitzen im allerersten Sessellift (yeah!) und fahren hoch.Hoher Ifen 6Ab der Ifenhütte, die uns wenig reizvoll erscheint, weil man hier den Wintermassentourismus in jeder Fliese spürt, geht es zunächst ein Stück steiler bergauf und man macht ein paar Höhenmeter gut. Oben angekommen hat man bereits einen schönen Blick auf den Hohen Ifen und seine Steilwände. Ab hier läuft man einen felsigen, meist schmalen Weg immer parallel der Steilwände des Ifen. Mal ist der Weg etwas steiler, die Felsen etwas größer, aber meistens geht es gut begehbar über Steine und kleinere Felsen bergauf. Links von uns liegt das Tal zum Ifen hin. Nicht besonders tief herunter und auch nur stellenweise wirklich steil. Abstürzen möchte ich hier trotzdem nicht. Einzelne Passagen führen über kurze Wiesenstücke, die nach dem Regen der letzten Tage recht matschig sind, sodass ich tatsächlich auf dem Rückweg einmal ausrutsche und auf dem Hosenboden lande.Hoher Ifen 10Hoher Ifen 9Hoher Ifen 11Die Aussicht entlang dieses Weges ist einfach fantastisch. Der Ifen ist von Weiten ja schon wunderschön, von Nahem aber absolut beeindruckend.Hoher Ifen 12Hoher Ifen 13Irgendwann wird das Terrain karstiger und schrofiger. Der Weg wird nun von den gräulich, weißen Kalkfelsen gesäumt, die typisch  für das Gottesackerplateau sind. Nun ist es nicht mehr weit. Als wir am Gipfelkreuz des Hahnenköpfle ankommen, sind wir zunächst allein (doppelyeah!). Hat man auch nicht oft im Wandersommer im Allgäu, aber es ist ja noch früh. Hoher Ifen 17Hoher Ifen 19Wir sind glücklich, dieses Mal den Weg bis hier geschafft zu haben. Auf dem Gipfel machen wir eine ausgiebige Pause, essen die mitgebrachten Leckereien, halten die Nase in die Sonne und genießen die Aussicht. Auf der einen Seite liegt das Gottesackerplateau – ein wahres Naturwunder aus Kalk. Eine Drittel Drehung weiter sieht man die ersten Gipfelstürmer am Kreuz des Hohen Ifen ankommen und wieder ein Stück weiter hat man einen fantastischen Ausblick, der bis zum Bodensee reichen soll. So klar ist es an diesem Tag dann aber doch nicht…Hoher Ifen 18Hoher Ifen 20Hoher Ifen 21Besonders beeindruckt hat uns auch die Leistung unseres mit 25 Zentimeter Schulterhöhe doch recht kleinen Hund Pepe. Wir wissen nun, was im Papillon mit drin steckt: Bergziege – ganz klar! Dass unser Hund gerne läuft, wussten wir schon vorher. Dass er ganz gerne klettert und springt auch. Dass er aber mit so viel Freude und Elan auf jeden noch so hohen Felsen springt, ist uns neu. Keine Stufe ist zu steil, kein Pfad zu steinig als dass Pepe nicht mit Begeisterung voran springen würde. Viele Leute wundern sich auf der Tour, dass wir den Hund dabei haben, aber Pepe und wir haben so viel Spaß. Ihn in der Ferienwohnung zu lassen, wäre Quatsch gewesen. Zu seiner Sicherheit hatten wir ihn die ganze Zeit an der Leine und diese wiederum am Gürtel befestigt. So können wir mit Stöcken laufen und dennoch den Hund kontrollieren, ohne Sorge zu haben, dass er abstürzt oder Opfer wildgewordener Kühe wird.Gottesackerplateau 6

Zusammenfassung der Hahnenköpfle-Tour (Ifen Aussicht):

Landschaft: einmalig und atemberaubend – mit toller Sicht auf den Ifen

Terrain: Fels und Stein, manchmal Gras

Rast- und Erinkehrmöglichkeiten: an der Ifenhütte, Toilette im Bergrestaurant Hahnenköpfle (im Sommer geschlossen), Felsen und Wiesen bieten Sitzgelegenheit zum Rasten

Beschilderung der Wege: wie überall im Kleinwalsertal lückenlos und gut

Nun überlegen wir ein bisschen hin und her, was wir machen sollen. Doch den Abstieg über den Gottesacker wagen? Oder wie geplant den gleichen Weg zurück?

Da wir noch so fit sind und das Hündchen den Weg so gemeistert hat, als würde seine tägliche Gassirunde durch alpines Gelände führen, entscheiden wir uns für eine Alternative: Wir werden den Karstrundweg gehen, der als Schnupperrunde über den Gottesacker gilt und schließlich wieder auf unseren ursprünglichen Weg zurück führt.Hoher Ifen 1Bist du jetzt neugierig auf diese außergewöhnliche Runde über  den Karstrundweg und die Ausläufer des Gottesacker? Der Weg war für uns so besonders und zugleich auch herausfordernd, dass er einen eigenen Artikel wert ist. In wenigen Tagen stellen wir ihn online! Den Bericht über die Wanderung über das Gottesackerplateau mit Hund findet du hier!Hoher Ifen 3Gefällt dir unser Artikel über diese aussichtsreiche Tour?

Warst du schon mal am Hahnenköpfle, am Hohen Ifen und am Gottesackerplateau unterwegs?

Wanderst du auch mit Hund?

Hast du Tipps für besonders schöne Touren im Allgäu?

 

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2 Gedanken zu „Unterwegs… zum Hahnenköpfle unterhalb des Hohen Ifen“

  1. Hallo und vielen dank für den schönen aftikel und besonders die bilder. Ihr habt aber einen großen fehler in text. Das kleinwalsertal liegt NICHT im allgäu.

    1. Liebe Sandra,
      danke für deinen Kommentar. Für uns schon 😉 Laut Wikipedia liegt das Kleinwalsertal in den Allgäuer Alpen und unseren Urlaub haben wir nun mal in den Allgäuer Alpen verbracht. Geografisch gesehen ist das ehrlich gesagt das Allgäu für uns…
      Rechtlich gesehen gehört das Kleinwalsertal natürlich zu Österreich, genauer gesagt zu Vorarlberg und nicht zum Landkreis Oberallgäu in Bayern.
      Aber wir wollen auch keine Gefühle verletzen. Es ist auf jeden Fall wunderschön dort und mit den üblichen Verkehrsmitteln ausschließlich vom Allgäu aus zu erreichen. 😉
      LG Alex
      😉

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