Wunderbarer Winter – Schneewandern auf der Struffelt-Route

So langsam streckt der Frühling seine ersten zarten Fühler aus. Wie schön… oder? Wir lieben aber auch den Schnee… Eine Schneewanderung ist etwas Herrliches. Die Stille, die einen umgibt. Durchbrochen nur vom Knirschen des Schnees unter den Sohlen. Die wohlbekannte Landschaft, die plötzlich so anders aussieht. Der Hund, der vergnügt im Schnee tollt. So eine schöne Erfahrung hatten wir am Struffelt auf der Struffelt-Route rund um die Dreilägerbachtalsperre in der Eifel bei Roetgen vor nicht einmal zwei Wochen.struffelt 16Als klar war, dass es im westlichen NRW Schnee geben würde, haben wir uns in den Facebook Gruppen Wandertipps und Wanderteufel nach Tourenvorschlägen für das Hohe Venn erkundigt und viele tolle Vorschläge bekommen. Entschieden haben wir uns dann aber letztlich für die Struffelt-Route, einem Partnerweg des Eifelsteig, die Axel von der Outdoorseite hier beschreibt.

Struffelt-Route in Stichworten:

Länge: etwa 10 km

Profil: leicht – wenig Höhenmeter

Saison: ganzjährig bei nicht allzu nasser Wetterlage

Wir starten schon früh morgens, da wir befürchten, es könnte gegen Mittag auf dem Struffelt voll werden. Als wir am Filterwerk der Dreilägerbachtalsperre ankommen, stehen dort außer uns nur Autos, die wohl zum Filterwerk gehören.struffelt 1Wir starten mit dem Uhrzeigersinn, da wir uns von unserer Tour auf dem Eifelsteig an die steile Stelle (die einzige auf der Runde) direkt an der Talsperre erinnern und diese beim Schnee lieber bergauf als bergab gehen wollen.struffelt 2Nach diesem kurzen Anstieg stehen wir oberhalb der Dreilägerbachtalsperre und haben einen schönen Blick hierauf.struffelt 9Weiter geht es durch den Schnee, der an diesem frühen Morgen noch wunderbar pulverig ist. Kurze Zeit später erreichen wir den Struffelt. Es handelt sich um ein Heidegebiet, das hier inmitten der waldreichen Gebiete liegt. Typisch ist das Pfeifengras, das an diesem Wintermorgen seine Halme durch den Schnee drückt. Auf Stegen durchqueren wir das menschenleere Gebiet. Einfach nur schön! Unser Winter Must-Have, unser Verlangen nach Schnee, es wird in diesem Moment gestillt.struffelt 5struffelt 12struffelt 13Nachdem man die Heide passiert hat, führt der Weg durch den verschneiten Winterwald. Man sieht deutlich, dass der Wind aus einer Richtung kam. Fast scheint es, als liefe man gegen eine weiße Wand. Nach und nach treffen wir nun auch die ersten Spaziergänger und Wanderer, doch auch sie bleiben vereinzelt.struffelt 18struffelt 23struffelt 28Da man bei dieser Runde in einem großen Bogen die Dreilägerbachtalsperre umläuft, quert und begleitet man auf der gesamten Rund immer wieder diverse Bäche, die ihr als Zuflüsse dienen und passiert diverse kleine Wehre. Schließlich gelang man auch an die Vorstauung.struffelt 31struffelt 29struffelt 24Pepe, unser kleiner Wanderhund, hat seinen Spaß. Er flitzt durch den Schnee, landet manchmal mit der Nase mittendrin. Ruht sich mal wieder 500 Meter lang neben uns aus, bevor er dann wieder damit beginnt rumzuspringen.

Nach etwa zwei Dritteln der Strecke, nachdem man wieder auf die Heide des Struffelt gestoßen ist, laufen wir am Kindergarten-Wald entlang und dann entlang eines Zaunes.

Plötzlich bleibt Tom stehen. „Riechst du das?“ Der herbe Duft von Maggi liegt in der Luft. „Wildschweine!“ Und dann sehen wir sie. Nur wenige Meter von uns entfernt… auf der anderen Seite des Zauns ;). Wir sind am Wildgehege und ich habe es nicht bemerkt. Die Wildschweine stinken zwar, sehen aber fürchterlich süß aus, wie sie sich schubbeln, den Boden umpflügen und uns neugierig beäugen. Sie sind die zahlreichen Wanderer wohl gewöhnt, denn sie kommen neugierig bis an den Zaun. Ich bin ganz fasziniert. Die letzte Begegnung mit einem Wildschwein hat mir ein bisschen Angst gemacht, aber auf der anderen Seite des Zaunes finde ich die Tiere ganz bezaubernd!struffelt 33struffelt 34Nun endet leider der schöne Teil der Wanderung. Nach einem leichten Abstieg am Wildgehege entlang, der aufgrund des beginnenden Tauwetters schlüpfriger ist als gewünscht, muss man ein ganzes Stück über die Fahrstraße durch Roetgen, was wir ein bisschen nervig finden.

Das letzte Stück der Struffelt-Route führt über die Felder, bis wir wieder am Filterwerk ankommen.

Zu diesem Zeitpunkt steht der Parkplatz ordentlich voll. Der Schnee ist mittlerweile teils sulzig und matschig und wir freuen uns, dass sich das frühe Aufstehen auch aufgrund der Schneequalität für uns gelohnt hat.struffelt 38

Zusammenfassung der Struffelt-Route:

Rast- und Einkehrmöglichkeiten: Keine Einkehrmöglichkeit – wir machen auf unserer Heimfahrt noch einen Abstecher nach Monschau. Nur wenige Bänke entlang der Strecke.

Landschaft: Heide, Wald, Bäche, Felder… wenn das doofe Stück durch Roetgen nicht wäre, wäre der Gesamteindruck noch besser.

Terrain: breite Wege, Pfade, Stege am Struffelt, Stück über Fahrstraße

Beschilderung und Zustände der Wege: Die Beschilderung („Struffelt-Route“) ist lückenlos und jederzeit gut zu finden. Die Wege sind in guten Zustand. Auffallend sind die zahlreichen Infotafeln zu en unterschiedlichsten Natur-Themen: Von Photosynthese über Beschreibungen der Flora und Fauna ist alles dabei.

Weitere Infos und GPX-Daten bekommt man auf den Eifelsteig-Seiten. struffelt 10

Fazit zur Struffelt-Route:

Eine schöne, leichte und eher kurze Tour. Im Sommer bestimmt auch schön für Familien oder Menschen, denen der Sinn nach einem ausgedehnten Spaziergang steht. Auch bei Schnee, wie bei uns, ohne Schwierigkeiten zu passieren.

Kleine Abzüge in der B-Note gibt es von uns aufgrund der Fahrstraße und der wenigen Bänke. Empfehlen können wir die Runde auf dem Struffelt aber auf jeden Fall.

Wie gefällt dir unser Bericht zur Schneewanderung auf der Struffelt-Route?

Warst du schonmal auf dem Struffelt unterwegs?

Hast du vielleicht einen Tipp für uns für weitere (hundegeeignete!) Wege im Hohen Venn?

Über deinen Kommentar freuen wir uns!

4 Gedanken zu „Wunderbarer Winter – Schneewandern auf der Struffelt-Route“

    1. Das wäre wirklich lustig gewesen, wenn wir uns zufällig getroffen hätten. Aber irgendwann läuft man sich bestimmt mal über den Weg!
      LG Alex

  1. Hallo,

    schöner Bericht und tolle Fotos. Wir waren ebenfalls dort, als wir den Eifelsteig bewanderten. Aber sag……bei uns gab es noch keine Treppenstufen im Hang, als wir an der Dreilägerbachtalsperre angekommen sind. Wir kamen von oben und mussten diesen steilen Hang hinunter, war ganz schön knackig 😉

    Liebe Grüße
    Indy der Wanderhund

    1. Du hast Recht. Der Hang ist nach wie vor steil. Daher wollten wir auch an dieser Stelle unbedingt hoch und nicht runter (so wie wir auch auf der Eifelsteig-Route gelaufen sind). Die Stufen, die du auf dem Bild siehst sind (glücklicherweise – wir hassen Treppen) nur auf dem untersten Teil direkt an der Straße. Mehr Stufen als auf dem Bild gibt es nach wie vor nicht.
      LG Alex

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