Unterwegs… auf dem Eifelsteig – Etappe 2 von Roetgen nach Monschau

Nach einer erholsamen Nacht (Aber wo sonst noch in der Welt findet das große Glockengeläut schon um 6.30 Uhr statt???) und einem schmackhaften Frühstück mit reichlich Auswahl im Brunnenhof in Roetgen geht es wieder los .Uns erwartet die zweite Etappe des Eifelsteigs von Roetgen nach Monschau – und zwar mitten durch das Hohe Venn.

Die Etappe in Stichworten:

Länge: 17 km

Profil: leicht, ohne nennenswerte Anstiege

Saison: ganzjährig bei nicht allzu nasser Wetterlage

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Wie gestern auch ist es am Morgen noch ganz schön kalt. Der Herbst zeigt sich aber wieder von seiner schönsten Seite. Altweibersommer wie er im Buche steht.

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Zunächst geht es wieder über Wiesen und durch Heckenwege sowie durch waldige Abschnitte. Und auf einmal: Eine Umleitung. Ja – hier finden Wegearbeiten statt und tatsächlich ist eine Umleitung (auch wenn sie noch so kurz ist) mit den typischen Eifelsteig-Wegweisern und einer Erklärung ausgeschildert. Chapeau! Den Weg findet wirklich jeder.

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Später im Wald zeigt sich dann der Regen von letzter Nacht in Form von Pfützen und Matschlöchern. Nicht nur unser Hund Pepe, sondern auch wir werden am Ende des Tages schlammige Beine haben. Hier im Wald – an einer Stelle, wo Stege uns trockenen Fußes über den Matsch bringen, treffen wir erstmalig eine Gruppe junger Wanderer aus Aachen. Sie überholen uns.

Nun führt der Eifelsteig nach Belgien hinein. Man merkt es sofort. Einerseits ändert sich die Beschilderung und andererseits erscheint uns der Weg weniger wandererfreundlich. Zum einen führt der Eifelsteig hier über breite und teils asphaltierte Wege (was wir Wanderer gemeinhin ja nicht so mögen) und zum anderen reduziert sich die Anzahl der Bänke zum Rasten quasi auf Null. Hunde müssen hier an die Leine genommen werden, was unseren Pepe aber nicht stört.

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Nach einiger Zeit durch den Wald lichten sich Bäume und Sträucher immer mehr und man gelangt in die offene Heidelandschaft des Hohen Venn. Hier führt der Eifelsteig über mehrere Kilometer geradeaus. Über einen asphaltierten Schotterweg. Zwar ist die Landschaft beeindruckend, der Weg ansich aber nicht so schön. Wir haben gehört, dass es auch wunderschöne Wege über Stege in dieser Ecke geben soll – aber leider war der Eifelsteig nicht darüber ausgeschildert. Wir werden wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal herfahren und eine Runde über die Stege wandern.

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Bei einer Rast an einer von Fahrradfahren an diesem herrlichen Sonntag vielbefahrenen Kreuzung überholt uns zum zweiten Mal die Gruppe aus Aachen. Sie haben einen Weg über die Stege genommen und wundern sich ein bisschen, dass wir schon vor ihnen da sind :D.

Weiter geht es in Richtung Mützenich. Dabei passieren wir „Kaiser Karls Bettstatt“, zwei sagenumwobene Findlinge, die einst Kaiser Karl als Nachtlager gedient haben sollen.

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Nun gelangen wir nach Monschau. Der Eifelsteig führt hier durch die Burg bis ins mittelalterliche Monschau hinein. Obwohl Sonntag ist, haben die Geschäfte in der Innenstadt geöffnet. Aufgrund des guten Wetters ist es rappelsvoll. Wir kennen Monschau bereits und waren schon mehrmals hier. Daher entscheiden wir uns – nachdem wir in der TouristInfo diesmal zwei verschiedene Stempel bekommen haben – für eine Pause auf einer Bank mitten im Getrubel. Und wer kommt da vorbei? Richtig, die Gruppe aus Aachen. Keine Ahnung, wo wir sie diesmal überholt haben, aber die Ärmsten kamen sich ein bisschen vor wie der Hase in der Geschichte mit dem Igel. Wohin sie auch kommen – wir sind zuerst da und machen eine Pause ;).

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Nach einem Kaffee geht es angesichts des drohenden Regens weiter in unser Quartier. Zwar endet die zweite Etappe des Eifelsteigs in Monschau, unsere Pension „Zum müden Wandersmann“ liegt aber im Ortsteil Höfen, was auf Etappe 3 des Eifelsteigs liegt. So starten wir an diesem Nachmittag sozusagen bereits die dritte Etappe und steigen über einen schmalen und aussichtsreichen (allerdings auch stark belaufenen Weg) über Monschau auf in Richtung Höfen. Hier kann man nochmal die wunderschöne Aussicht auf dieses pittoreske Örtchen genießen.

Kurz nach dem Aufstieg verlassen wir den Eifelsteig in Richtung unserer Pension. Der „Müde Wandersmann“ wird mit viel Liebe von einem jungen Pärchen betrieben. Diese haben die Zimmer aber „wie bei Oma“ belassen. Ein bisschen plüschig, ein bisschen altbacken, ein bisschen Kindheitserinnerung, aber ganz viel Charme und Gemütlichkeit – das bietet dieses Haus. (Wir hatten übrigens das rosa Zimmer… Das sagt schon alles…) Auch unser Hund ist dort gerne gesehen, da die Eigentümer selbst Hunde haben.

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Glücklicherweise bekommen wir dort auch noch privat etwas gekocht, sodass wir etwas unerwartet zu einem außerordentlich leckeren und mit hochwertigen Zutaten zubereiteteten Abendessen kommen.

So wird der Abend doch länger als geplant bevor wir schließlich müde, aber glücklich einschlafen. Wir würden noch einmal herkommen und uns gerne nochmal bekochen lassen.

Morgen steht, nach Aussage aller mit denen wir gesprochen haben, anstrengendste Etappe der Reise von Monschau nach Einruhr bevor.

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Zusammenfassung der zweiten Eifelsteig-Etappe:

 Rast- und Einkehrmöglichkeiten: Einkehr nur am Start- und Zielort möglich, im belgischen Teil wenige Bänke

Landschaft: sehr schön, einzigartig im Hohen Venn, abwechslungsreich

Terrain: Wald- und Wiesenwege, im Hohen Venn leider viel Asphalt – es soll wohl Alternativen über Stege geben

Beschilderung und Zustände der Wege: Gibt es nichts zu meckern!

Eine schöne und wiederum sehr abwechslungsreiche Etappe des Eifelsteigs, deren Highlights das Hohe Venn und der Zielort Monschau sind. Auch als Tagestor sicherlich zu empfehlen. Wer Zeit und Lust hat, dem empfiehlt es sich, ein bisschen Zeit in Monschau einzuplanen.

 

Alle wichtigen Informationen zur zweiten Etappe des Eifelsteigs erhält man hier:

eifelsteig.de

Wenn du mehr über unsere anderen Etappen erfahren willst, klick hier:

Etappe 1 – Kornelimünster nach Roetgen

Etappe 3 – Monschau nach Einruhr

Etappe 4 – Einruhr nach Gemünd

Etappe 5 – Gemünd zum Kloster Steinfeld

 

Kennst du diese  Etappe des Eifelsteig? Bist du sie schon mal gelaufen oder planst du es?

Kennst du einen Alternativweg durch das Hohe Venn?

Hast du noch eine Frage dazu?

Dann schreib doch gerne einen Kommentar!

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2 Gedanken zu „Unterwegs… auf dem Eifelsteig – Etappe 2 von Roetgen nach Monschau“

  1. Hallo,
    Ich fand es ärgerlich, daß ich mich nicht über diesen Alternativweg informiert habe. Bin davon ausgegangen es würde mehr über Bohlenwege gehen. Monschau entschädigt aber diese Pleite ganz gut.

    Viele Grüße

    U.Tenzer

    1. Hallo Uli,
      vielen Dank für deinen dritten Kommentar :). davon lebt ein Blog :).
      Zu deinem Kommentar: Ja das stimmt. Wir sind auch davon ausgegangen, dass der Eifelsteig über die reizvollen Bohlenwege führt. Dafür ist das Hohe Venn ja schließlich bekannt. Wir haben auch ein bisschen gerätselt, ob von belgischer Seite aus wohl nur wenig Interesse an einer schönen Streckenführung des Eifelsteigs besteht…

      Viele Grüße Alex

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