Unterwegs… auf dem Eifelsteig – Etappe 5 – Gemünd nach Kloster Steinfeld

Nach den Schwierigkeiten mit dem Internet am Vorabend, bessert sich irgendwann der Empfang und wir können die fünfte Etappe des Eifelsteigs planen. Da es unser Abreisetag ist, entscheiden wir uns, das Auto am Kloster Steinfeld zu parken und mit dem Taxibus zurück nach Gemünd zu fahren, um dort bei morgendlichem Sonnenschein auf die Etappe zu starten.

Et5 021Die Etappe in Stichworten:

Länge: etwa 17 km

Profil: leicht – moderate Anstiege, gut passierbare Wege

Saison: ganzjährig bei nicht allzu nasser Wetterlage

Et5 027Die Lösung mit dem Taxibus, den man maximal 30 Minuten vorher bestellen muss und auf wenig befahrenen Strecken den Linienbus ersetzt (inklusive fester Strecke und festgesetzter Abfahrtszeiten), erscheint uns eine gute Lösung, zumal man nur einen Euro Zuschlag pro Person zahlen muss. Der Taxibus soll uns bis Kall bringen und dort wollen wir in den normalen Linienbus steigen. Der Taxibus – in unserem Fall ein normales Taxi – ist auch pünktlich an der Bushaltestelle. Doch dann kommt das böse Erwachen. Obwohl wir die einzigen Passagiere sind, die den Taxibus zu dieser Uhrzeit nutzen, darf unser Hund nicht mit. Bestimmungen. Vorschrift für den Taxibus. Order von Oben, Kontrolle. WIE BITTE???

Der Taxibus ersetzt schlichtweg den Linienbus und das Hündchen darf nicht mit? Wir können es nicht fassen. Was soll nun aus unserer Wanderung werden?

Die Taxifahrerin macht uns ein Angebot. Sie kann uns natürlich trotzdem mitnehmen. Aber nur als normales Taxi. Mit Taxometer und allem Pipapo. WIE BITTE??? Der gleiche Wagen? Die gleiche Fahrerin? Die gleiche Strecke? Aber 20 Euro teurer? Wir sind fassungslos und verärgert… aber letztlich haben wir keine Wahl, wenn wir die Wanderung antreten wollen.

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In Gemünd angekommen, starten wir direkt und gelangen sofort wieder auf den Eifelsteig, der Gemünd einmal quert. Zunächst geht es bergauf über weiche, belaubte Waldwege, später auf breiten, felsigen Wegen etwas oberhalb eines Bachlaufs und breiten Feldwegen.

Et5 004Wieder auf dem Weg talabwärts kommt man am Kuckucksley vorbei, wo eine Schutzhütte im Sonnenlicht zu einer Rast einläd. Wir sind noch nicht rastbedürftig, die Hütte durch einen knurrigen Wanderer „besetzt“ und so steigen wir weiter ab in das malerische und etwas verschlafene Dörfchen Olef. Kaum eine Menschenseele ist zu sehen. Dafür sind die Bäume am Dorfplatz schick eingehäkelt. Sieht hübsch aus, finden wir.

Et5 011Et5 014Et5 013Von Olef aus geht es lange, lange bergauf. Nicht unbedingt steil, dafür stetig und auf teils matschigen Wegen. Kleiner Kalauer: Es heißt ja Eifelsteig und nicht Eifelflach 😉

Kurz vor Ende der Steigung lockt uns eine Bank in der Sonne zu einer Pause. Wir genießen das Leben, das Picknick und die absolute Ruhe. Auch der Hund macht ein Nickerchen. Er hat in den letzten Tagen gelernt, Pausen auch zu nutzen. Nur ein Wanderer war uns kurz hinter Olef entgegengekommen. Ansonsten scheinen wir allein zu sein mit der Natur.

Et5 034Et5 015Frisch gestärkt geht es auf breiten Waldwegen und teilweise asphaltierten Feldwegen bis nach Golbach. Dort finden wir direkt am Eifelsteig die Möglichkeit von privat „Kuhle Getränke“ zu erwerben. Finden wir nett – nutzen wir aber nicht, da wir bereits seit einiger Zeit über den besonderen Genuss einer Tasse Kaffee sinnieren… haben dahingehend aber wenig Hoffnung.

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Doch wie es manchmal so spielt, stehen wir im ansonsten sehr ruhigen Golbach plötzlich vor der „Golbacher Oase“. Diese Mischung aus Café und Kiosk begrüßt seine Gäste mit einer gewissen verschrobenen Herzlichkeit. Die Damen der Oase sind äußerst freundlich, liebkosen den Hund, servieren leckeren Kaffee und selbst gebackenen Kuchen und sind zu einem Schwätzchen aufgelegt. Eine lohnenswerte Pausenstation direkt am Eifelsteig also.

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Mehr als gestärkt geht es nun zum letzten Abschnitt der Etappe. Mit ganz mäßiger Steigung folgen wir einem breiten Weg entlang eines Baches.

Et5 021Das letzte Stück geht es querfeldein über Wiesen, bis irgendwann die Türme von Kloster Steinfeld hinter einem Wald auftauchen. Diesen muss man dann noch queren. Hier erwartet den Wanderer ein kurzes, etwas steileres Stück bis man oben direkt an der Klostermauer, der Rückseite des Klosters, herauskommt. Entlang der Mauer geht es bis zum Haupteingang, wo unser Auto steht.

Et5 035Et5 030Et5 002Et5 001Et5 033Da es inzwischen früher Abend ist, hat der Klosterladen bereits geschlossen. Wir spazieren aber noch ein wenig durch die bemerkenswerte Klosteranlage und beschließen, hier noch einmal mit ein wenig Zeit und Muße herzukommen.

Zusammenfassung:

Rast- und Einkehrmöglichkeiten: Einkehr am Start- und Zielort möglich, außerdem bestimmt auch in Olef und nicht zu vergessen in der „Golbacher Oase“, immer wieder Bänke

Landschaft: Wiesen und Wald wechseln sich ab, aber nicht so abwechslungsreich und einzigartig wie die ersten vier Etappen

Terrain: überwiegend breite Waldwege, teilweise geht es über Wiesen, auch längere Passagen durch Siedlungen

Beschilderung und Zustände der Wege: prima

Et5 019Alle wichtigen Informationen zur Etappe erhält man hier:

eifelsteig.de

Die Berichte zu den ersten vier Etappen findest du hier:

Etappe 1 – Kornelimünster nach Roetgen

Etappe 2 – Roetgen nach Monschau

Etappe 3 – Monschau nach Einruhr

Etappe 4 – Einruhr nach Gemünd

Et5 022Mit diesen Eindrücken endet unsere Fünftageswanderung über den Eifelsteig, Wir sind von Kornelimünster nach Roetgen nach Monschau nach Einruhr nach Gemünd und schließlich zum Kloster Steinfeld gewandert und nehmen viele Eindrücke mit. Ein Resümee der Mehrtageswanderung wird in Kürze hier auf dem Blog erscheinen.

 

 Wie gefällt dir der Bericht über die fünfte Etappe des Eifelsteigs?

Kennst du Kloster Steinfeld? Lohnt ein separater Besuch?

Warst du auch schon einmal auf dem Eifelsteig unterwegs?

 

Dann schreib doch gerne einen Kommentar!

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2 Gedanken zu „Unterwegs… auf dem Eifelsteig – Etappe 5 – Gemünd nach Kloster Steinfeld“

  1. Hallo,
    wie schön, es gibt sie also noch, die Oase. Bin vor zwei Jahren in der Osterzeit dort gewesen und habe auch dort gerastet. Die Etappe sind wir von Kloster Steinfeld nach Gemünd gelaufen, weil auch etwas mit der ÖPNV – Verbindung schwierig war. Wir sind von Gemünd mit einem alten Schienenbus nach Kall gefahren und dort dann in den Taxi- Bus ( allerdings ohne Hund). Die Fahrt mit dem Schienenbus hat sich aber gelohnt.
    Herzliche Grüße

    Uli Tenzer

    1. Liebe Uli,
      vielen Dank für deinen Kommentar. Der Schienenbus klingt ja interessant. Muss ich gleich mal googlen. Und ja: Die Oase ist toll!

      Viele Grüße, Alex

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